Schweigen

Ruhig ist es in diesem Blog geworden. Warum? Weil ich momentan einfach nicht weiss, wie ich meine vielen Gedanken und Gefühle in Worte fassen soll. Einige Beiträge liegen bereits als Entwürfe vor, doch noch bin ich nicht davon überzeugt, dass sie für die Veröffentlichung schon bereit sind. Daher bleibt nur eines…

Schweigen.

Dom-Sub-Beziehungen

Seit ich wieder etwas mehr in die Richtung einer Beziehung gehe, die eher einem Dom-Sub-Verhältnis entspricht, stoße ich immer wieder auf die Frage von Subs, woran sie erkennen, dass ein Dom zu ihnen passt bzw. ein „echter Dom“ ist.

Viele Mythen ranken sich um den „perfekten Dom“ und mit vielen davon musste ich mich bereits früh auseinandersetzen. Dabei ist gar nichts mythisches darin ein Dom zu sein. Um dies aufzuzeigen möchte ich hier darstellen, worin sich ein Dom prinzipiell auszeichnen sollte, damit man nicht an jemanden gerät, der ausschliesslich seine fehlenden Stärken durch Machtgehabe ausgleichen will.

  1. Ein Dom dominiert nicht durch Gewalt. Er hat dies einfach nicht nötig. Er kennt deine persönlichen Trigger und die Anatomie und Psyche seines Gegenüber gut genug um Gewalt nicht nötig zu haben. Oft genug reicht seine Ausstrahlung bereits, damit du dich ihm unterordnest und ihm gehören willst. Ausserdem reichen bei einem Dom im Normalfall bereits einfache Berührungen oder gar nur Worte, damit du dich ihm unterordnest und hingibst. Gewalt ist in einer gesunden Dom-Sub-Beziehung weder hilfreich noch notwendig.
  2. Dominanz entsteht nicht aus Erniedrigung. Hier muss ich allerdings auch mal eine Lanze für die Master brechen. Tatsache ist nämlich, dass nur wenige Frauen tatsächlich als Sub „geeignet“ sind. Das liegt meines Erachtens vor allem daran, dass in heutiger Zeit nur wenige Frauen bereit sind sich einem Mann vollkommen hinzugeben, was vermutlich mit dem veränderten Rollenbild in unserer Gesellschaft zu tun hat. Frauen, die diese Bereitschaft nicht mitbringen, empfinden das Unterordnen unter einen Dom oft als Erniedrigung oder kommen mit der Wehrlosigkeit, in die sie sich begeben, nicht zurecht. Hier ist natürlich auch der Dom gefragt ein solches Gefühl nicht zu vermitteln. Doch Vorsicht! Die Grenze zwischen Dominanz und Erniedrigung ist ein sehr schmaler Grat. Daher gelingt das nicht immer. So oder so sollte dir dein Master niemals das Gefühl geben, dass du dich ihm gegenüber erniedrigst. Kommt bei dir dieses Gefühl auf, ist es entweder kein Dom fuer dich oder du, als Sub, solltest nochmal darüber nachdenken, ob deine Vorstellungen einer Dom-Sub-Beziehung in der Realität umsetzbar sind. Denn Dominanz seitens des Dom gehört nunmal dazu. Sagt ja schon die Bezeichnung.
  3. Ein Dom sieht deine Bedürfnisse. Leider habe ich allzu oft erlebt, dass Subs der Meinung sind, dass sie sich in jeglicher Hinsicht unterordnen müssen. Das ist erstmal nicht grundsätzlich verkehrt. Dennoch macht meines Erachtens einen guten Master auch aus, dass er deine Bedürfnisse wahrnimmt und sie erfüllt. Nein, nicht versucht zu erfüllen, sondern erfüllt. Setzt sich ein Dom prinzipiell über deine Bedürfnisse hinweg und ist nur auf sich selbst bedacht, ist er ganz sicher noch nicht soweit seine Partnerin oder seinen Partner „zu meistern“. Denn… siehe der nächste Punkt.
  4. Dein Master erfreut sich an deiner Lust und deinem Wohlsein. Ich denke, gerade Menschen, die gerade ihre ersten Schritte in einem Dom-Sub-Beziehung machen, ist dies oft noch nicht klar. Als Sub solltest du aber immer das Gefühl haben, dass dein Dom sich an dir erfreut. Er erfreut sich an deinem Anblick genauso wie daran, dich zu berühren und erst Recht, wenn er deine Bedürfnisse erfüllen kann. Es geht eben nicht nur darum, dass du (als Sub) seine Bedürfnisse befriedigst, sondern auch darum, dass dabei auch deine eigenen Bedürfnisse nicht zu kurz kommen.
  5. Ein Master bekommt sein Leben auf die Reihe. Dies ist vor allem ein wichtiger Punkt, wenn du auf der Suche nach einem Dom bist. Hierbei ist das „auf die Reihe“-Bekommen ein recht weitläufiger Begriff. Zum einen ist damit natürlich die „Erdung“, also die Verankerung in der Realität, gemeint. Jemand, der seit Jahren von HartzIV lebt, ständig dem Alkohol verfällt oder seine Familie vernachlässigt um sich sinnlichen Freuden oder Müßiggang hinzugeben, kann kaum ein guter Dom sein, weil er sich selbst ja kaum unter Kontrolle hat. Wie also sollte er der hohen Verantwortung eines Dom gerecht werden können? Zum anderen bekommt man in meinen Augen sein Leben auch dann nicht auf die Reihe, wenn man mit seinen Lebensumständen unglücklich ist. Wer ständig über seinen Job meckert oder ständige Unzufriedenheit mit seinen Lebensumständen zur Schau trägt, hat offenbar wenig Kontrolle über sein Leben. Jemand, der sein eigenes Leben kontrolliert, der verweilt nicht lange in Situationen, die ihm nicht behagen oder gar Nachteile bringen. Und wer sein Leben nicht kontrolliert, der kann auch schlecht einen Sub kontrollieren. So zumindest meine Ansicht. Daher übernimmt ein Meister immer die volle Verantwortung für sein Handeln, was nunmal bedeutet, dass er sich nicht über die Konsequenzen seines Handelns beschwert sondern diese hinnimmt oder entsprechend auf sie einwirkt, damit sie sich wieder ändern.
  6. Es muss einfach stimmen. Leider ist auch das ein Punkt, der gern vernachlässigt wird, wenn Subs sich einen Dom suchen. Jede Dom-Sub-Beziehung ist unterschiedlich. Ich kenne Beziehungen, in denen die Rollen immer klar verteilt sind (das ist die vermutlich häufigste Form), doch ich kenne gleichermassen Beziehungen, in denen die Rollen auch immer mal wieder wechseln, was durchaus für manche eher Erfüllung bringt. Ob das dann noch eine Dom-Sub-Beziehung ist, möge an einer anderen Stelle diskutiert werden. Auch eure Bedürfnisse müssen zusammenpassen. Das beginnt bereits dabei, dass dein Dom dein Äußeres ansprechend finden muss und endet nicht zuletzt dabei, dass eure sexuellen und emotionalen Bedürfnisse zueinander passen müssen. Wenn dein Dom immer will, dass du nur (halb)nackt in seiner Gegenwart bist, du aber gern auch mal mit einem schönen Kleid vor ihm glänzen möchtest, werden sich eure Bedürfnisse kaum begegnen können. Gleiches gilt natürlich auch im sexuellen Bereich. Kümmert sich dein Dom immer nur um deinen Hintern und du wartest derweil vergeblich darauf, dass er auch mal deinem Bauch oder deinen Brüsten Beachtung schenkt, werden deine Bedürfnisse unbefriedigt bleiben. Und das wiederum wird auf Dauer eine Leere in dir erzeugen, die gefüllt werden will. Nicht zuletzt, und in meinen Augen ist es sogar das Wichtigste, sollte die emotionale Beziehung stimmen. Auch das ist natürlich ein breites Spektrum, das dabei eine Rolle spielt. Meine Erfahrung bisher zeigt, dass eine wirklich innige Verbindung zwischen Dom und Sub vor allem dann entsteht, wenn die Bedürfnisse des Gegenueber erfühlt (nicht nur erfüllt) werden. Dazu muss man sich ineinander einfühlen können, die Situation einschätzen können und vieles mehr. Erreicht man diesen Punkt in einer Master-Sub-Beziehung, beginnt die eigentliche Erfüllung für beide Seiten. Denn dann bedarf es keiner Worte mehr, wenn der Sub Nähe und Ruhe braucht und am liebsten einfach nur auf dem Schoss des Doms liegen will oder umgekehrt. Es geschieht einfach, weil man nur seinen Gefühlen für sein Gegenüber folgen muss. Gibt es diese Form von emotionaler Nähe nicht, so zeigt zumindest meine Erfahrung, hat die Beziehung kaum Bestand. Sie wird irgendwann zerbrechen, wenn ein Partner jemanden findet, der eher auf der gleichen emotionalen Ebene ist.
  7. DU BIST KEIN SKLAVE! Ja, das muss besonders gross geschrieben werden. Gerade junge Menschen, die in eine Sub-Position gehen, machen sich dies allzu selten bewusst. Du musst dich nicht „zufrieden geben“ oder in jeglicher Hinsicht unterordnen. Ein „guter“ Dom wird immer deine Stärken fördern, dich im Leben unterstützen, versuchen dich an deine Grenzen zu bringen, ohne diese zu brechen, und vor allem wird er dich immer als Geschenk ansehen. Du hast das Recht aufzubegehren, wenn es dafür gute Gründe gibt. Du hast ein Recht darauf, dass deine Bedürfnisse für deinen Dom mindestens genauso wichtig sind wie seine eigenen. Du hast ein Recht darauf von deinem Dom verehrt zu werden, denn deine Hingabe für ihn, ist es das mindestens wert.

Natürlich gibt es keine ideale Dom-Sub-Beziehung. Das wäre irgendwie auch schade, weil damit ja die Vielfalt verloren ginge, die in dieser Form von Beziehung liegt. Doch wage ich zu behaupten, dass es 4 Grundpfeiler für jede Dom-Sub-Beziehung gibt:

  • Zuneigung/Liebe
  • Anziehung/Attraktivitaet
  • Respekt
  • Wertschätzung

Wird einer dieser Grundpfeiler nicht ausreichend durch eine solche Beziehung bedient, hat sie entweder ungesunde Auswirkungen auf einen der beiden Partner oder zerbricht recht schnell, je nach Stärke bzw. Schwäche des Subs.

Auch das ist etwas, was sich leider viel zu wenige Subs bewusst machen. Auch wenn dein Dom dich kontrolliert, bist du immer in einer Position der Stärke. Denn dein Dom braucht dich genau so, wie du ihn brauchst. Da du als Sub einmalig bist, kannst du eben nicht einfach ersetzt werden. Selbst wenn irgendwann jemand die Zuneigung deines Doms gewinnt und du dadurch nicht mehr Teil seines Lebens bist, wird er sich immer wieder aufgrund deiner Einmaligkeit an dich erinnern. Ein Master ist sich dessen immer bewusst.

Daher solltest du folgendes immer empfinden, wenn du bei deinem Dom bist:

  • Deine Gegenwart und erst recht deine Hingabe sind ein Geschenk für deinen Dom. Er ehrt dies und wird es niemals als selbstverständlich hinnehmen, es als zu viel empfinden oder ähnliches.
  • Es bereitet ihm Freude, wenn er dir Freude bereiten kann… und zwar in jeglicher Hinsicht.
  • Du bist NIEMALS eine Belastung für ihn. Deine Gegenwart ist immer eine Freude für ihn.
  • Du wirst niemals erniedrigt. Ein Meister kontrolliert dich, aber er erniedrigt dich nicht.
  • Du wirst zu nichts gezwungen. Ein Meister weiss, wie er dich dazu bringt dich für neue Erfahrungen zu öffnen, ohne dich dazu zwingen zu müssen.

Ich möchte aber abschliessend nochmal betonen, dass eine Dom-Sub-Beziehung nur dann funktioniert, wenn ihr zueinander passt. Es macht wenig Sinn, wenn du dir krampfhaft einredest, dass du in einer Dom-Sub-Beziehung glücklich sein wirst, wenn du die Mentalität einer/eines Sub nicht mitbringst. Gleichermaßen macht es wenig Sinn Dom für eine/einen Sub sein zu wollen, wenn dir die Mentalität dazu fehlt. Also überlegt euch bitte vorher ganz genau, ob diese Art einer Beziehung wirklich eurem Wesen entspricht. Wenn ihr unsicher seid, ob diese Art des Seins euch entspricht, dann sprecht dies an, damit es unverbindlich ausprobiert werden kann. Auch Doms haben Gefühle, die tief verletzt werden können, wenn man ihnen ihr Geschenk wieder wegnimmt, weil man nicht mit dieser Form von Beziehung klarkommt.

Und zu guter Letzt noch ein paar Worte an angehende Doms, also jene, die sich in diesem Bereich gerade ausprobieren. Versucht nicht Frauen zu finden, die euch bedingungslos gehorchen. Ihr werdet damit nicht glücklich. Eine gute Sub zeichnet sich dadurch aus, dass sie ganz nach ihrem Willen lebt. Wenn sie sich euch hingibt, dann tut sie dies aus ihrem freien Willen heraus. Es ist ein Geschenk an euch, das ihr als solches ehren solltet. Subs sind nicht schwach sondern ganz im Gegenteil im Normalfall sogar sehr stark. Versucht nicht Frauen zu Subs zu machen, die dafür nicht bereit sind. Zu viele Frauen auf dieser Welt wurden bereits zu tief verletzt um bedingungslos einem Mann vertrauen zu können. Eine Sub muss aber bedingungslos vertrauen können. Ihr könnt versuchen dieses Vertrauen aufzubauen, doch sage ich euch gleich, dass dies nicht immer möglich ist. Manche seelische Wunden sind einfach zu tief um sie heilen zu können. Es ist daher eine große Ehre, wenn ihr das Vertrauen einer Frau soweit gewinnen könnt, dass sie euch das notwendige Vertrauen zum Geschenk macht. Gebt eurer Sub NIEMALS das Gefühl selbstverständlich zu sein. Das ist erniedrigend und keine Frau auf dieser Welt hat es verdient als selbstverständlich gesehen zu werden. Jede von ihnen – und erst recht jene, die sich euch hingeben – ist unendlich wertvoll. Vergesst das nie. Ein Dom-Sub-Verhältnis ist immer etwas ganz Besonderes.

Vampyr-Begrüßung

Also gut… greifen wir das Tabu-Thema mal auf… den Vampyrismus. Schließlich gibt dieses Blog ja einige Hinweise auf meine Lebensumstände.

In meinem Freundeskreis werde ich in letzter Zeit öfter mal gefragt, warum ich nicht „wie üblich“ die Hand reiche sondern stattdessen das Handgelenk umfasse. Also wird es mal Zeit für eine Erklärung.

Ich bevorzuge diese Begrüßung, da sie eine große Nähe und Vertrauen ausdrückt. Denn wenn man das Handgelenk seines Gegenüber umfasst, kann man für einen kurzen Momente seinen Puls spüren und damit seine Lebenskraft. Für uns Vampyre ist das ein tiefer Ausdruck von Nähe, den wir sonst nur anderen Vampyren zuteil werden lassen, da sie diese Begrüßung kennen. Doch mir ist es wichtig diese Nähe auch meinen Freuden zu geben.

Leider gibt es nur eine Freundin, meine Spenderin, die mich auch auf die „Vampyr-Art“ umarmt, indem sie unsere Herz-Seiten, also die linken Seiten unserer Körper aneinander drückt, wenn wir uns umarmen. Dabei wird das Herz der Umarmenden aufeinander gelegt, wodurch sich symbolisch der Herzschlag der Beiden vereint.

Ich hoffe, dass damit das Mysterium um meinen etwas „ungewöhnlichen Handschlag“ ausreichend geklärt ist. Für Fragen bin ich natürlich offen. Wie immer, wenn es um dieses doch etwas sehr eigene Thema geht.

Kinder von Politikern

Irgendwie scheinen es offenbar viele Menschen in den Weiten des WWW in Ordnung zu finden, dass die Kinder von Politikern für die politische Einstellung ihrer Eltern in Sippenhaft genommen werden. Da kommen dann Vorwürfe auf wie, dass die Kinder für politische Ziele instrumentalisiert werden, wenn dies in einem Interview erwähnt wird. Es ist jedoch völlig legitim, wenn auf solche Missstände in unserer Gesellschaft hingewiesen wird. Kinder verdienen immer unseren Schutz, egal welche politische Ansicht deren Eltern verfolgen.

Fakt ist, dass es keineswegs in Ordnung ist, wenn Kinder aufgrund der politischen Einstellung ihrer Eltern ausgegrenzt oder gar körperlich angegriffen werden. Schließlich sind sie für die politischen Ansichten ihrer Eltern nicht verantwortlich und wir wissen noch nichtmal, ob sie diese Ansicht auch teilen werden, wenn sie irgendwann mal verstehen, was Politik ist und was es mit diesem „links“ und „rechts“ überhaupt auf sich hat.

Absurd ist auch, dass diese Sippenhaft offenbar nur dann ok ist, wenn es Politiker aus dem rechten bis rechtsextremen Spektrum trifft. Werden jedoch die Kinder von politisch links orientierten Menschen in einem Dorf, dessen Bewohner primär rechtsextreme Meinungen vertreten, ausgegrenzt, dann geht sofort ein Aufschrei los.

Sippenhaft ist NIEMALS in Ordnung! Wer der Meinung ist, dass es ok sei, wenn die Kinder von rechtsextremen Politikern ausgegrenzt werden, der schließt sich einer Ideologie an, wie sie auch unter Hitler verfolgt wurde.

Fernschule

Nun gehe ich also wieder zur Schule. Oder zumindest so in der Art. Dank des „Entwicklungsbudgets“, das mein Arbeitgeber jedem seiner Mitarbeiter zur Verfügung stellt, habe ich nun begonnen einen Fernlehrgang für „IT Security SSCP / CISSP“ zu machen.

„Warum das?“ mag sich manch einer fragen, der mich schon länger kennt. Schließlich arbeite ich ja bereits seit knapp 20 Jahren recht erfolgreich in der IT-Welt. Ich will mich nun aber mehr in Richtung Management entwickeln und dafür sind zum einen die Zertifizierungen recht nützlich und zum anderen lernt man speziell in diesem Lehrgang auch jede Menge über Security-Management in Unternehmen.

Jedoch enthält er leider auch jede Menge recht trockenen Stoff, bei dem ich tatsächlich mal wieder pauken muss. Dinge wie „Wie funktioniert ein Computer?“ schüttle ich zwar aus dem Handgelenk, aber wenn es dann um rechtliche oder auch ethische Fragen geht, ist mein Wissen bisher noch ein wenig begrenzt.

Daher heisst es für mich nun jeden Abend: „Lernen, lernen, nochmals lernen“ (Dieser Satz geht übrigens auf den Klassenlehrer von Wladimir I. Lenin zurück.) Für jeden Monat gibt es einen sogenannten „Lehrbrief“, der diverse Themen abhandelt, Kontrollfragen nach jeder Lektion enthält und am Ende die Hausaufgaben, die man ausgefüllt an seinen Lehrer schicken muss, der sie dann wiederum korrigiert zurücksendet.

Die Lehrbriefe für das erste Quartal gehen dann auch schonmal quer durch diverse IT-Themen und beleuchten an vielen Stellen auch die historische Entwicklung von IT-Systemen. Allein diese 3 Lehrbriefe füllen bereits einen Leitz-Ordner, so dass ihr euch vorstellen könnt, was man da in 3 Monaten durcharbeiten muss.

Das ist auch relativ gut schaffbar, wenn man jeden Tag ca. 2 Stunden ohne Ablenkung in das Studium investiert. Da ist auch der Knackpunkt, den sich jeder, der sich auf einen Fernlehrgang bzw. ein Fernstudium einlässt, bewusst machen muss. Es gehört recht viel Selbstdisziplin dazu, wenn man es in der vorgesehenen Zeit schaffen will. Mal einfach einen Tag nicht lernen geht nur sehr begrenzt, weil man die verlorenen 2 Stunden ziemlich sicher brauchen wird. Natürlich gibt es in fast jedem Lehrbrief Themen, die man bereits kennt und entsprechend schnell abarbeiten kann. Dafür sitzt man aber später dann an anderen Themen ggf. etwas länger. Und dann müssen die Inhalte ja auch noch so weit verinnerlicht werden, dass man sie am Ende des Lehrgangs in der Prüfung noch anwenden kann.

Ein Zuckerschlecken wird es also ziemlich sicher nicht. Zwar kann ich theoretisch die Abschlußprüfung auch noch nach hinten verlegen, aber ich werde erstmal alles daran setzen, den Kurs in einem Jahr abzuschließen. Drückt mir die Daumen. 🙂

Beitragsbild: (c) icetray www.fotosearch.de Stock Photography

Autismus

Heute ist Welt-Autismus-Tag. Noch immer werden Autisten in unserer Gesellschaft als krank angesehen. Dabei zeigen neueste Forschungen, dass es sich dabei lediglich um eine andere neurologische Ausprägung des menschlichen Seins handelt. Entsprechend unnötig sind auch Therapien gegen Autismus, die zumeist versuchen mittels Konditionierung die Handlungsweisen der Autisten zu verändern. Als Folge bringen sie zwar einen Autisten hervor, der im Sinne des gesellschaftlichen Konsens funktioniert, oft jedoch verursachen diese Therapien im Laufe des Lebens des Betroffenen weitere Probleme. Diese zeigen sich in Form von Depressionen oder anderen echten psychischen Erkrankungen und gehen zum Teil sogar bis zum Selbstmord des erwachsenen Autisten, weil dieser sich entgegen seiner eigenen Natur verhalten muss und Kompensationsmechanismen verlernt hat.

Doch was macht Autisten eigentlich aus? Zuerstmal erkennt man Autisten vor allem daran, dass sie Kompensationshandlungen durchführen, wenn sie mit bestimmten Barrieren konfrontiert werden. Diese Barrieren können zu laute oder bestimmte Geräusche sein oder auch bestimmte Muster auf Oberflächen, Reflexionen oder die Bodenbeschaffenheit. Der White Unicorn e.V. hat insgesamt 27 Barrieren identifiziert, von denen Autisten betroffen sein können. Diese Barrieren können durchaus auch bei Nicht-Autisten auftreten, führen bei diesen aber normalerweise nicht dazu, dass Kompensationshandlungen durchgeführt werden oder gar die Funktionalität des Körpers beeinträchtigt wird, wie es bei Autisten oft der Fall ist.

„Wenn man nun aber gegen Therapien argumentiert, wie soll man dann Autismus behandeln?“, wird sich der ein oder andere vielleicht fragen. Die Antwort ist ganz einfach: Gar nicht! Autismus muss nicht behandelt werden. Ich kann ja einen Menschen ohne Beine auch nicht behandeln sondern muss ihm Hilfsmittel zur Verfügung stellen, damit er mit seinen Barrieren umgehen kann. Und genau das funktioniert auch bei Autisten. Denn sie sind nicht behindert, sie werden durch die Barrieren behindert. Vermeidet man die Barrieren, sind auch keine Kompensationshandlungen notwendig und es kommt auch nicht zum „Overload“, bei dem die Autisten ggf. überreagieren oder zusammenbrechen.

Daher möchte ich heute zum Welt-Autismus-Tag dafür plädieren, mit mehr Rücksicht auf Autisten zu reagieren und ein paar Vorurteile beiseite zu legen.

Wer mehr über Autismus erfahren möchte, der kann sich mal das Interview von Dr. Mark Benecke und Stephanie Fuhrmann, der Vereinsvorsitzenden des White Unicorn e.V., anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=K1h6bWr1_Qs

Beitragsbild: (c) hikrcn www.fotosearch.de Stock Photography

Flixbus…

Heute geht es mit dem Flixbus nach Dresden. Ich muss feststellen, dass es im Vergleich zum früheren MeinFernbus echt nachgelassen hat. Damals gab es unterwegs neben dem Fahrer noch eine Reisebegleitung, bei der man neben Softdrinks auch Kaffee und kleine Snacks bekommen konnte. Die Preise hingegen sind kaum niedriger. Einziger Vorteil ist, dass man sich Plätze reservieren kann und ich das Glück hatte, dass noch die Panorama-Sicht-Plätze verfügbar waren. Das beschert mir wenigstens eine gute Sicht bei der Fahrt, auch wenn das auf der Autobahn nicht sooo spannend ist.

Grausamkeit der Welt

Heute verbrachte ich mal wieder den ganzen Nachmittag mit meiner kleinen Tochter. Davon abgesehen, dass dies viel zu selten geschieht, ist mir vor allem wieder bewusst geworden, wie grausam diese Welt ist.

Denn wie ich sie so lachen sah, voll Freude am Leben, stellte ich mir die Frage, ob sie auch in Zukunft ihr Lachen bewahren wird, wenn ihr erstmal bewusst wird, in was für einer grausamen Welt, voll mit Krieg und Leid, wir leben.

Beitragsbild: (c) hikrcn www.fotosearch.de Stock Photography

Neue Blickwinkel …

Ich finde es immer wieder spannend, wie die Sichtweisen anderer Menschen den eigenen Blickwinkel auf bestimmte Themen verändern können. Mir ist das gestern wieder einmal sehr bewusst geworden, als ich eine Doku über Formel 1 gesehen habe. Eigentlich interessierte mich dieser Sport bisher absolut gar nicht, was aber offenbar nur daran lag, dass mir der Einblick in die Herausforderungen, denen sich die Teams stellen müssen, fehlte. Jetzt, da ich weiß, was hinter den Kulissen abgeht, hat sich meine Sicht darauf verändert und ich spiele mit dem Gedanken, mir tatsächlich mal eine Saison anzusehen.

Rückblickend muss ich aber auch feststellen, dass ich bereits in meiner Kindheit die Blickwinkel anderer aktiv nutzte, um ein Interesse für Themen aufzubauen. Ich unterhielt mich zum Beispiel mit einem Paläontologen, um den trockenen Stoff der Evolutionstheorie besser zu verstehen und dabei entwickelte ich eine echte Begeisterung dafür. Ich besuchte Vorlesungen an Unis und unterhielt mich mit den Professoren um deren Themen zu verinnerlichen und auch dabei entwickelte sich häufig echtes Interesse für deren Themen.

Insgesamt kann ich daher feststellen, dass die Begeisterung anderer einen selbst dazu bringen kann Interesse für Themen zu entwickeln. Denn die Begeisterung verschiebt den eigenen Blickwinkel und lässt einen interessante Aspekte entdecken, die man vorher nicht wahrgenommen hat. Somit können andere Blickwinkel uns dazu bringen uns für Dinge zu begeistern, denen wir mit unserer eigenen eingeschränkten Sicht nichts abgewinnen könnten. Erst die Erweiterung unseres Blickwinkels öffnet neue Horizonte. Daran sollten wir immer denken, wenn wir uns mal wieder durch vermeintlich langweiligen und trockenen Lernstoff quälen.

Sucht euch also jemanden, den das Thema, durch das ihr euch gerade quält, wirklich interessiert, und lasst euch von seiner Begeisterung anstecken. Ihr werdet sehen, dass das vermeintlich langweilige Thema plötzlich interessanter wird. Und vielleicht entwickelt sich daraus sogar ein neues Hobby.